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40 Jahre Sozialstation und Eröffnung Neubau

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Andacht im Rahmen der 40-Jahr-Feier und der Eröffnung des Neubaus

Mit offenen Türen hat die kirchliche Sozialstation in Diez viele Besucherinnen und Besucher am 11. August 2018  im neuen Anbau der Station empfangen. Gleichzeitig wurde an die Gründung des ambulanten Dienstes vor 40 Jahren erinnert.

Hell und freundlich sehen sie aus die sechs neuen Büroräume, die in dem zweigeschossigen Gebäude entstanden sind und Verwaltung, Beratung und Pflegestützpunkt in der Diezer Friedhofstraße 19 mehr Platz bieten. Besonders die schönen Gemälde an den weißen Wänden fanden viel Bewunderung bei den Gästen, die sich durch den etwa 200 Quadratmeter großen Anbau führen ließen, der über einen kleinen Flur direkt mit dem Altbau verbunden ist. Sie sind allerdings nur vorübergehend dort aufgehängt. Die Künstlerin Ilse Vogt aus Netzbach hat die Büro- und Flurwände anlässlich der Einweihung mit ihren sehenswerten Gemälden bereichert.

In einer Andacht mit der katholischen Pastoralreferentin Birgit Losacker machte der Vorstandsvorsitzende der Station, Pfarrer Addi Tremper, auf die Bedeutung des Kronenkreuzes im Logo der Station aufmerksam und erinnerte an Historie und Sinn der diakonischen Einrichtung: „Das Kreuz sagt uns, in wessen Namen wir alle Hilfeleistungen geschehen lassen“. Die ökumenische Andacht mache deutlich, dass seit 40 Jahren nicht die Konfession, sondern der Mensch im Mittelpunkt des Wirkens stehe. Diakonie wie auch Caritas stünden für den Dienst und das Dienen am Nächsten, ein Dienst, der die Nähe Gottes erfahrbar mache. Das sei keine beliebige Aufgabe außerhalb der Kirche. „Das ist die zentrale Äußerung von Kirche. Ohne Diakonie keine Kirche!“, so der Theologe.

Außerdem warnte er davor, diese Aufgabe allein an professionelle übergemeindliche Dienste abzugeben. Diakonie müsse in der Gemeinde eingebunden bleiben, weshalb der Austausch zwischen Pfarrpersonen und der Diakoniestation rege bleiben müsse. Den Ortsgemeinden dankte Tremper für ihre Unterstützung in all den Jahren und bat sie, den Weg auch weiter mitzugehen.

Schon während eines Empfangs für die Ortsbürgermeister der Verbandsgemeinden Diez, Hahnstätten und Katzenelnbogen nutzte der Diezer Verbandsgemeindebürgermeister Michael Schnatz das Bild von den offenen Türen, um der Station und den für sie arbeitenden Kräften für ihr großes Engagement zu danken. „Türen öffnen Häuser und Räume, Zuneigung öffnet Menschen und Herzen“, zitierte der Verwaltungschef den Autor Ernst Ferstl. Das passe ganz vortrefflich sowohl zur Einweihung des schönen Anbaus als auch „zu den Wesenszügen, die die Sozialstation Diez und ihre tagtägliche Arbeit seit nunmehr 40 Jahren auszeichnen“.

Landrat Frank Puchtler betonte, welch wertvollen Dienst die Station für die Region und nicht nur für die pflegebedürftigen Einwohner in den Ortsgemeinden leiste. Die Vergrößerung am Sitz der Station sei dringend notwendig gewesen. „Wer engagiert arbeitet, braucht auch den nötigen Platz.“

Und der Dienst war in den vergangenen Wochen besonders anstrengend und schweißtreibend, wie bei einer von vielen Führungen durch die neuen Räume zu erfahren war. Bei den vielen kurzen Wegen nutzte auch eine Klimaanlage in den Einsatzfahrzeugen wenig. Die gibt es jetzt immerhin in den neuen Büroräumen, die in Modulbauweise in kürzester Bauzeit errichtet wurden. Vom ersten Spatenstich bis zum Bezug vergingen keine drei Monate, wofür die Leitern der Station Evelin Scheffler auch dem Architekten Oliver Blatt dankte.

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